Kunst als Forschung?

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1. Salon Kunst + Wissenschaft, 20. Juni 2009, Akademie der Künste Berlin

Wie Kunst, Wissenschaft und Forschung ineinander spielen, untersuchen immer mehr akademische und künstlerische Projekte. Wissenschaftliche Projekte öffnen sich künstlerischen Vermittlungsformen, umgekehrt gehen künstlerische Projekte Anbindungen an wissenschaftliche Institutionen ein. Dabei bleibt oftmals unscharf, welche Interessen und Zielsetzungen verfolgt werden. Die Arbeitsgruppe „Kunst als Forschung?“ der Jungen Akademie – eine Altertumswissenschaftlerin, ein Theaterwissenschaftler, eine Biologin, ein Werkstoffwissenschaftler, eine Kunsthistorikerin, ein Physiker und ein Architekt – begibt sich auf eine gemeinsame Suchbewegung und stellt Fragen: Wird Kunst wissenschaftlich? Wird Wissenschaft künstlerisch? Was passiert, wenn die Systeme Kunst und Wissenschaft hybrid werden? Was bedeutet das für ihre gesellschaftlichen Funktionen? Und welche Rolle spielen Impulsgeber aus Politik und Wirtschaft, die über Bildungsreformen und Technologieförderung ihre Interessen geltend machen? Eröffnet die Übernahme von Funktionen in der Forschung Alternativen zur Verwertung auf dem Kunstmarkt? Inwieweit wird eingelöst, was die Projekte unter dem Vorzeichen der Interdisziplinarität anstreben – die Erschließung neuer Formen von Erkenntnisgewinn und -vermittlung, von Wissen außerhalb akademischer Grenzen?


Programm


Begrüßung

NELE HERTLING, Vizepräsidentin der Akademie der Künste

 

Einleitung

 

»Warum Salon Kunst + Wissenschaft?«

FRIEDRICH VON BORRIES, Architekt, Sprecher der Arbeitsgruppe „Kunst als Forschung?“ der Jungen Akademie

 

Panel 1: Historische Entwicklungen

 

»Historische Begriffsverschiebungen«

MICHAELA OTT, Professorin für ästhetische Theorien und wissenschaftliche Studien an der Hochschule für bildende Künste Hamburg

 

»Kunst, Wissenschaft und Forschung im 20. Jh.«

SABINE FLACH, Kunstwissenschaftlerin, Leitung des Forschungsbereichs WissensKünste des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung, Berlin

 

»Aktuelle Entwicklungen«

HENK BORGDORFF, Professor für Kunsttheorie und Forschung an der Kunsthochschule Amsterdam, Vorstandsmitglied der Forschungsgruppe ARTI (Artistic Research, Theory and Innovation)

 

Moderation: PHILIP URSPRUNG, Professor für Kunstgeschichte an der Universität Zürich

 

Panel 2: Kunst, Wissenschaft, Forschung (Projektpräsentationen)

»Kunst als Forschung«

FLORIAN DOMBOIS, Künstler, Leiter des Instituts für Transdisziplinarität (Y) an der Hochschule der Künste Bern

 

»Künstlerisch-wissenschaftliche Praxis«

ELKE BIPPUS, Leiterin des Projekts „Kunst des Forschens: Techniken der Wissensbildung und -strukturierung in einer künstlerisch-wissenschaftlichen Praxis“ an der Zürcher Hochschule der Künste  

  

»Postgraduale Ausbildung«

TONI BERNHART, Projekt-Koordinator der „Graduiertenschule für die Künste und die Wissenschaften“ an der Universität der Künste Berlin

 

»Portrait des Künstlers als junger Forscher«

DIETER LESAGE, Dozent und Koordinator für künstlerische Forschung am Department für Audiovisuelle und Dramatische Künste der Erasmushogeschool Brussel

 

Moderation: UTE META BAUER, Kuratorin, Associate Professor and Director Visual Arts Program, Massachusetts Institute of Technology

 

Offene Diskussionsrunde

Moderation: CHRISTIAN SCHNEEGASS, Leiter des Fachbereichs Kunst + Gesellschaft der Akademie der Künste, und FRIEDRICH VON BORRIES

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